Ein überforderter Autor schreibt zu einem eigentlich gelungenen literarischen Stück eine seltsame letzte Seite, bei der schizophreneske Vorstellungen, überhaupt in diese Liga vordringen zu sollen sich in einer kleinen literarischen Katastrophe ausgestalten. Ein eigentlich lustig gemeintes Stück spiegelt emotional aber direkt die Nachrichtenwelt wieder, in der scheinbar patriotisch eine Forderung der Nachrichtenwelt (das Buch war wohl Ende 2015 soweit fertig) nach einer Alternative zum Russland einer Regierung Putins in einer groteske, 12 Außerirdische würden nach knapp 12.000 Erdbeobachtungs-Jahren sich einen diplomatischen Scherz erlauben, wie ersichtlich:
„Ok, wir sagen den Russen als Franzosen, dass die Deutschen zusammen mit den USA beschlossen haben, Putin umzulegen. Dann geben wir San Francisco die Kontrolle über das chinesische Netz und verbinden das mit den Saudis. Wenn die Russen bei den Saudis nachfragen, ob sie etwas von einem Anschlag auf ihren Präsidenten wissen, lassen wir diesen einen Kerl aus der Psychiatrie in Teheran – ihr wisst schon – für die Saudis denken. Dann lassen wir bei allen einen richtig schönen Mr. T-Cup in den Köpfen erscheinen, der auf der ganzen Erde die Basisdemokratie fordert. Das sollte so viel Chaos im Haus der Menschen bringen, dass sie begreifen, dass sie ihre Gedanken mal neu möblieren sollten.“
Der Außerirdische, der auf dieser Mission nun schon 11.478 Sonnenumrundungen der Erde beobachten musste und den Decknamen Karl Marx abbekommen hatte, formte demonstrativ drei Rauten mit seinen Händen. Mit der siebten Hand befüllte er gerade den Behälter für den Ersatzstoff der beliebtesten Droge seines Heimatplaneten. Die achte führte er flach zur Stirn.
Seine elf Kollegen taten es ihm gleich. Sie wünschten sich so sehr, dass sich ihre Idee durchsetzen würde. dass man sich auf ihrem Baby, der Erde, irgendwann mit der flachen Innenseite der Hand an der Stirn, begrüßen würde.“
„Das Ausmalen einer telepathischen Kultur der populären Moderne wird hier wie beschrieben nur teilweise komisch pointiert.“
Ich möchte Sie bitten, den russischen Präsidenten nicht zu bedrohen und das einigermaßen gern betrachtet zu haben, was meine Literatur dort von mir selbst gut kritisiert, irgendwie auch verbockt, ich habe keine starke Beziehung zu den Zeilen um den Scherz mit der telepathischen Verwirrung und drumherum.
I keep it simple: Ich widme meine Arbeit der Sehnsucht der Weltpolitik nach starken Persönlichkeiten und berichte von meinem tagesaktuellen Nachrichtenstand:
* Ein US-Amerika gibt zur Auskunft, dass vom Iran niemand bereitsteht, zu verhandeln, zu besprechen,
* Eine russische Präsidentschaft schlägt einen Handel vor, bei dem der Iran keine russischen Geheimdienstinformationen mehr bekäme, wenn die USA die Ukrainer nicht mehr versorgen. Ein russisches Spezialflugzeug ist auf eine Art und Weise getroffen worden, das aussah als würde man es „Aufklärungsflugzeug“ nennen,
* In den Nachrichten besucht mich die „undurchdringbare russische Drohnentechnik“ mit hinterhergezogenem Glasfaserkabel, etwas das mir aber schon vor zwei Jahren untergekommen ist, nicht ganz so neu sein kann,
* ich halte es für von mir wichtig und richtig, aus der längeren Nachrichtenanalyse davon zu erzählen, dass Russland auch als größeres Organ, aber dann auch je größer betrachtet, desto mehr an rationale Gründe für den Einmarsch und Krieg gegen die vom Westen unterstützte Ukraine gedacht wird, wo eine Tragödie zu erzählen wäre, bei der der russische Präsident die Nerven gehabt hätte, den Frieden zu halten, aber „beauftragt“ wurde, von seinem Land, und deshalb auch relativ frei taktieren kann. Dass Putins Nerven nicht den Frieden halten konnten wird auch auf das Geschehen um die Bewaffnung der Ukraine zurückgeführt, aber nun sind wir woanders, dennoch erzähle ich Ihnen was, das bitte entkräftet, in der Romanversion von „Ich mag mich irren“ hätte der russische Präsident vernichtet werden wollen.